Archiv des Autor: Miriam Moravi

Der hohe Preis von Billigkleidung

Die Filmvorführung der Doku „The True Cost“ (6.6.2019) hat den Teilnehmern der Veranstaltung die wirkliche Welt hinter der „Wegwerf-Mode“ ins Bewusstsein gerufen. Es wurde gezeigt, dass die Modebranche aus Gier nach Profit katastrophale Arbeitsbedingungen in Kauf nimmt. Dieser Umstand gipfelt darin, dass Arbeiterinnen wegen dem Fehlen von Sicherheitsstandards in den Produktionsstätten oftmals sogar ihrem Leben bezahlen müssen. Können und wollen WIR als Konsumenten von billiger Kleidung diese Entwicklungen für Mensch und Umwelt mittragen und unterstützen, damit große Konzerne noch mehr verdienen?

Allen Besuchern der Filmvorführung gilt der Dank von Friesach im Wandel, dass sie bereit waren, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ein herzliches Dankeschön gilt auch Irmgard Lechner, die die spannende Publikumsdiskussion nach dem Film moderiert hat.

Es gibt vieles, was wir anders machen können, wenn wir das wollen.

Naturnahes Zuhause für unsere Bienen

Eine Klotzbeute als neuer Baustein der „Transition Town“ Friesach

Die Obstallmende am Gelände des Petersberges, die zur Erhaltung alter Kultursorten angelegt wurde, hat eine neue Attraktion. Mit den vereinten Kräften von drei Friesacher Vereinen wurde eine sogenannte „Klotzbeute“ für Bienen aufgestellt.  

Dieses gemeinschaftliche Projekt des „Bienenzuchtvereins Friesach und Umgebung“, Friesach im Wandel und dem Stadtverschönerungsverein ist eine gelungene Zusammenarbeit im Sinne des Zusammenwirkens von Natur und Mensch. Klotzbeuten gehören zu den ältesten künstlichen und transportablen Bienenbehausungen.

Ein Jahr lang musste der Lindenbaumstamm trocknen, danach wurde er bis ins kleinste Detail fachgerecht zu einer „Klotzbeute“ bearbeitet. Am 18. Mai erfolgte das gemeinsame Aufstellen bei der Obstallmende. Ab Mitte Juni wird ein Bienenvolk eingesetzt und die Besucher des Petersberges sind eingeladen, die Türen des Baumstammes zu öffnen und die hinter einer Glasscheibe lebenden Bienen zu beobachten. Die Betreuung der Klotzbeute übernimmt unsere Stadtimkerin Ursula.

Das Sammeln des Honigs wilder Bienen durch den Menschen ist seit etwa 9000 Jahren belegt. Der Beruf des Honigsammlers kam im Mittelalter auf und wurde als Zeidler bezeichnet. Der Zeidler hielt, anders als der Imker im heutigen Sinne, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenstöcken oder -körben. Ursprünglich lebten die Bienen wild in natürlich vorkommenden Baumhöhlen im Wald. Solche Baumhöhlen bzw. -klötze samt Bienen sägten die Zeidler aus den Baumstämmen und stellten sie an günstigen Standorten auf. Mit Beginn der zunehmenden planmäßigen Bienenhaltung wurden diese „Klotzbeuten“ aus ausgehölten Baumstämmen eigens hergestellt.

https://www.biene-friesach.at/

Filmvorführung: THE TRUE COST

Donnerstag, 6. Juni 2019, 19:00 Uhr – Freier Eintritt!

Filmvorführung „THE TRUE COST – Der Preis der Mode“ Deutsch (2016)

Wer zahlt den Preis für unsere Kleidung? In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist unser Verbrauch an Kleidung enorm gestiegen. Gleichzeitig sanken die Preise für Billigmode kontinuierlich, mit massiven Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Kurzfassung der DOKU (39 Min.) mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion.

Ort: Friesach, im Festsaal des Rathauses (Fürstenhof)

Veranstalter: Friesach im Wandel, Klimabündnis Kärnten

Pflanzentausch-Fest :)

Ein herzliches Dankeschön an alle Besucher des diesjährigen Pflanzen/Samen-Tauschfestes! Es war ein wunderbarer, stimmungsvoller Nachmittag ganz im Zeichen der Vielfalt. Ein großartiger Austausch zum Garteln, Leckereien für den Gaumen, Jamsession, Sonne und Regen, kurzum- alles was das Gärnterherz hüpfen lässt!
GRÜNER DAUMEN HOCH

Ein Lehrgang zeigt Friesacher Praxis

Entwicklung einer SOLIDARISCHEN ÖKONOMIE – Wie geht das?

Die ksoe (Katholische Sozialakademie Österreich) greift dieses spannende Thema auf. Sie bietet in diesem Jahr erstmals den Lehrgang „Solidarisches Wirtschaften“  an, der seine TeilnehmerInnen von Wien über Friesach bis nach Bozen führt. Dabei sollen bestehende Projekte als Anregung und Modell unter die Lupe genommen werden, um daraus das Knowhow für den Aufbau von solidarökonomischen Initiativen und Betrieben zu gewinnen. Die Initiative „Friesach im Wandel“ ist eines der praktischen Beispiele, von denen gelernt werden darf.
Eine alternative Wirtschaft – die die Bedürfnisse der Menschen, „das gute Leben“ im Blick hat und auf gegenseitiger Unterstützung und Kooperation aufbaut – existiert bereits in Form von vielen Projekten rund um den Globus. Ausgehend von Lateinamerika ist eine weltweite Bewegung einer „Solidarischen Ökonomie“ entstanden. Dabei geht es um einen erweiterten Arbeits- und Wirtschaftsbegriff über Erwerbsarbeit hinaus. Zur Umsetzung in die gelebte Realität gibt es nicht nur ein Modell, sondern viele alternative Wege wie zB. Betriebe der Solidarischen Landwirtschaft, Umsonstläden, selbstverwaltete Betriebe, Gemeinwohlorientierte Genossenschaften, solidarische Wohnprojekte oder auch interkulturelle Gärten.
Der Lehrgang zeigte Vorbild-Projekte wie das „Wiener Lastenradkollektiv“, Wohnprojekte von „HabiTAT“, die Solidarische Landwirtschaft „GeLa Ochsenherz“ in Gänserndorf bei Wien und die Transition Town Initiative „Friesach im Wandel“. Am 5. und 6. Juli besuchten die KursteilnehmerInnen dazu die Burgenstadt Friesach in Kärnten.
LEO KUDLIČKA (Obmann TT-FiW) führte die TeilnehmerInnen in die wichtigsten Grundprinzipien der Internationalen „Transition-Town-Bewegung“ ein. (Transition = englisch für „Wandel, Übergang“) Frei nach dem Motto: „ Wer global etwas ändern will, muss vor der eigenen Haustür anfangen!“ versteht sich die zivilgesellschaftliche Basisbewegung als eine Kraft, die den sozioökologischen Kulturwandel vorantreibt. Generationen- und milieuübergreifend wird der Wandel aktiv gestaltet. Dadurch wachsen das Selbstbewusstsein und die Verantwortung in der Gemeinschaft.
Im Rahmen von Friesach im Wandel – der ersten Transition-Town Kärntens – engagieren sich Freiwillige schon das fünfte Jahr erfolgreich für Nachhaltigkeit, Kooperation und Gemeinwohl. Beim „StadtWandeln“ in der Burgenstadt konnten die Studierenden neben bestehenden Projekten auch die engagierten Menschen dahinter kennenlernen. Das Team von „Friesach im Wandel“ stellte dabei inspirierende Ideen und Konzepte vor – den Kost-Nix-Laden (eines der größten Schenk-Teil-Zentren Südösterreichs), Essen retten & teilen (Foodsharing), verschiedene Projekte der „Essbaren Stadt Friesach“: Obstallmende am Petersberg, Stadtimkerei und den Wurzgarten (Gemeinschaftsacker, Beitrag zur lokalen Ernährungssouveränität). Anhand der praxisnahen Beispiele konnten die interessierten TeilnehmerInnen erfahren, wie man Herausforderungen vor Ort identifiziert, gemeinsam Lösungen entwickelt und Mitmenschen mobilisiert.

Zwei weitere Best Practice-Beispiele wurden vorgestellt: „GELA Ochsenherz“ und das Organisationsmodell „Soziokratie“:

Mit „GELA Ochsenherz“ kann als Pionierbetrieb für solidarische Landwirtschaftsprojekt gelten. Diese Agrargemeinschaft war der erste CSA-Betrieb (Community Supported Agriculture) Österreichs. Auf einer Fläche von etwa 4 ha wird eine große Vielfalt von über 60 verschiedenen Gemüsearten und dazu noch Kräuter und etwas Beerenobst produziert. Die Gemeinschaft versorgt derzeit ca. 400 Menschen über „Ernte-Anteils-Kisten“. Ein Teil der „Ernteanteile“ wird auch gegen Mitarbeit vergeben.

Mehr dazu unter: www.ochsenherz.at

Die Vorarlbergerin LISA PRAEG (wir werk – gemeinsam wirksam sein, Soziokratie Zentrum Österreich) gab einen Einblick in die Methode der „Soziokratischen Abstimmung“ und dem „Konsentprinzip“. Dieses Prinzip bietet Methoden zur Entscheidungsfindung und ist ein Organisationsmodell für gelingende Zusammenarbeit und Entscheidungen auf Augenhöhe. Ziel dieses Organisationsmodells ist, Kooperation, Partizipation, Mitverantwortung, Agilität und ganzheitliche Potenzialentfaltung zu fördern.

Mehr dazu unter: www.soziokratie.at

FEST-Einladung an alle Gartenfreunde!

kommenden Samstag:

PFLANZEN/SAMEN TAUSCH und SCHENK-FEST!

WANN: Am 19. Mai, 14 -17:00 Uhr
WO: Anni´s Garten – Bei Schönwetter / Bei Regenwetter: In den Arkaden des Fürstenhofs

Wer Samen und/oder Pflanzen in zu großer Menge hat und diese gerne weitergeben möchte, oder selbst auf der Suche ist nach Samen und Pflanzen in Bio-Qualität (= autochthones Pflanzengut – keine Hybride), ist herzlich eingeladen teilzunehmen oder vorbeizuschauen!

KEIN VERKAUF! Für Speis und Trank ist gesorgt, wir freuen uns auf Euren Besuch!

„Anni´s Garten“ hat wieder Saison!

Unser Gemeinschaftsgarten (zwischen Dominikanerkirche und Stadtgraben gelegen) öffnet ab April seine Pforten als Treffpunkt zum gemeinsamen „Garteln“.

Jeden Donnerstag ab 16:00 Uhr – Gartentreff (April- Oktober)

für Gartenfreunde, zum Kennenlernen, Plaudern und Mitmachen!

Unser buntes Miteinander ist für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft geeignet. Die Gartengemeinschaft pflegt Themen wie Nachhaltigkeit, heimische Pflanzen, Artenschutz und naturnahes Gärtnern. Anni´s Garten ist ein Ort für den Austausch mit Anderen, um die Seele baumeln zu lassen und Freude am gemeinsamen Tun zu genießen!

Am 19. Mai, 14 -17:00 Uhr laden wir herzlich zum

PFLANZEN / SAMEN TAUSCH und SCHENK-FEST!

Wenn Sie Samen und/oder Pflanzen in zu großer Menge haben und diese gerne weitergeben möchten, oder Sie selbst auf der Suche sind nach Samen und Pflanzen in Bio-Qualität (= autochthones Pflanzengut – keine Hybride), laden wir Sie herzlich ein teilzunehmen oder vorbeizuschauen!

Bei Schönwetter: Anni´s Garten/ Bei Regenwetter: In den Arkaden des Fürstenhofs.

KEIN VERKAUF! Für Speis und Trank ist gesorgt, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

FiW als WEG-BEREITER!

Die Kirchenzeitung stellt die Projekte von Friesach im Wandel vor- als Quelle eines guten Lebensgefühls.

Informationsreiche Vorträge erregten großes Interesse!

 

Der Verein Friesach im Wandel freut sich über den regen Besuch der beiden Vorträge „Komplementärmedizin“ und „Bienenschutz“ und bedankt sich herzlich bei den vielen Teilnehmern!

 

 

 

Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden Dr. Anton Suntinger, Arzt für Komplementärmedizin, und Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin bei GLOBAL 2000, die das interessierte Publikum mit ihrem Fachwissen überzeugten.

Die wunderschönen Blumenbilder der Friesacher Volksschulklasse 4B bildeten eine reizende Umrahmung des Bienenschutzvortrags. Fürs Auge sowie fürs leibliche Wohl war gut gesorgt, Egon Koller präsentierte kunstvolle Zeugnisse seiner Bienenpatenschaft und engagierte Mitglieder des Vereins zauberten ein wundervolles Buffet aus Honigbroten, Früchten und Rohkost.

Unser herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden sowie der Gemeinde Friesach, die diese gelungenen Veranstaltungen unterstützt und ermöglicht hat.

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